Vom Chlytal-Baum zum fertigen Hochbeet. Ein abenteuerliches Projekt, das bei der Baumwurzel beginnt und die Kinder auf dem gesamten Weg des Handwerks mitnimmt.
Im Schulgarten lernen wir, wie die Natur funktioniert. Nicht aus einem Buch, sondern weil wir es einfach machen. Wir pflanzen, giessen, warten, und manchmal fangen wir von vorne an.
Im Herbst gehen wir einen Schritt weiter und starten ein echtes Handwerks- und Logistik-Abenteuer direkt hier im Tal. Wir kaufen kein fertiges Holz im Baumarkt, sondern nutzen das, was vor unserer Haustür wächst. Vom Chlytaler Waldboden über die Sägerei bis in die Werkstatt erleben die Kinder den gesamten Weg des Holzes hautnah. Sie packen selbst mit an und erfahren, wie viel Arbeit, Natur und Glarner Herzblut in einem einzigen, handgemachten Hochbeet stecken.
Verrückte Idee? Genau unser Ding!
Für dieses Abenteuer suchen wir Partner, die den Kindern dieses unvergessliche Erlebnis ermöglichen und ihnen das regionale Handwerk näherbringen wollen.
Diese Unterstützung benötigen wir für das Projekt
Der Wald (Partner: Wer will helfen?)
Zusammen mit dem Förster stapfen wir tief in den Chlytaler Bergwald und wählen einen stolzen Stamm aus. Wir erleben hautnah das Handwerk der Waldarbeit, hören das Heulen der Motorsäge und spüren die Erschütterung, wenn das tonnenschwere Riesending kontrolliert zu Boden geht. Wir stehen mitten im Geschehen, packen mit an und atmen den Duft von frischem Harz ein.
Der Transport (Partner: Wer will helfen?)
So einen massiven Baumstamm tragen wir nicht mal eben unter dem Arm aus dem Unterholz. Wir organisieren den Abtransport aus dem unwegsamen Gelände – ein echter Krimi, bei dem wir schwere Maschinen, Seilwinden und jede Menge Koordination miterleben. Wenn wir ganz wild drauf sind, fliegen wir den Stamm sogar per Helikopter direkt aus dem Wald.
Die Sägerei (Partner: Wer will helfen?)
In der Sägerei angekommen, geht es dem Stamm an den Kragen: Wir schauen dem Säger über die Schulter und erleben mit, wie die riesigen Sägeblätter das Rundholz millimetergenau in dicke Bretter zerlegen. Wir stehen mitten im Sägemehl, stapeln die frischen Latten auf und erleben den ohrenbetäubenden Lärm und den intensiven Duft einer echten Produktion.
Die Werkstatt (Partner: Wer will helfen?)
Nach der Sägerei beziehen wir Quartier in einer regionalen Zimmerei oder Schreinerei und verwandeln die Werkstatt in unsere eigene Manufaktur. Wir zeichnen an, sägen zu, schleifen Kanten und schrauben die Bretter zusammen, bis die Funken und die Späne fliegen. Am Ende des Tages bewundern wir die massiven Hochbeete.
Die Gärtnerei (Partner: Lubera)
Ein Hochbeet ohne Pflanzen ist am Ende auch nur eine schöne Holzkiste, deshalb verpassen wir dem Werk zum Schluss den grünen Feinschliff. Dank der grossartigen Unterstützung von Lubera verwandeln wir die Beete in eine kleine Oase und bestücken sie mit den besten Beeren, Kräutern und Setzlingen.
Wichtiger Hinweis zur Sicherheit:
Die Sicherheit steht bei allen Aktivitäten an erster Stelle. Kein Kind wird je einer Gefahr ausgesetzt. Bei schweren Arbeiten im Wald, beim Transport oder an den grossen Maschinen im Sägewerk schauen wir den Profis aus sicherer Entfernung über die Schulter. Erst wenn die Profis das Okay geben, packen wir unter fachkundiger Anleitung selbst mit an. Uns geht es darum, echte Berufe hautnah kennenzulernen und die Faszination des Handwerks sicher zu erleben.
«Ein Kind, das weiss wie Holz riecht, versteht mehr als eines, das es nur gelesen hat.»
Kinder entwickeln Berufsvorstellungen früh, oft unbewusst, durch das, was sie sehen und erleben. Die Forschung zeigt, dass authentische Begegnungen mit Berufen und Arbeitswelten einen bleibenden Eindruck hinterlassen, weit mehr als Beschreibungen im Unterricht.
Wer einmal in einer echten Werkstatt stand, Holz gesägt und geschraubt hat, versteht nicht nur wie ein Hochbeet entsteht, sondern bekommt ein Gefühl dafür, was es bedeutet, mit den Händen zu arbeiten.
Genau das ermöglicht die Partnerfirma. Sie öffnet ihre Türen, stellt ihr Material zur Verfügung und gibt den Kindern Einblick in einen echten Betrieb. Das ist kein Schulausflug. Es ist eine Begegnung mit der Arbeitswelt, konkret, unvermittelt und unvergesslich.