Mit dem Bau von Hochbeeten und einem Beerenfeld beim Alters- und Pflegeheim Elm schaffen wir einen Ort der Begegnung.
In der Schule wird Wissen gelernt, im Berufsalltag Verantwortung übernommen und im Alter auf ein langes Leben zurückgeblickt. Doch echtes Verstehen und echte Verbundenheit entstehen dort, wo Hände gemeinsam anpacken.
Mit diesem Projekt bringen wir drei Generationen zusammen. Ein sichtbares Zeichen für unser Chlytal: Wir bauen gemeinsam, kümmern uns umeinander und schaffen Momente, in denen sich Jung und Alt auf Augenhöhe begegnen.
Das Umsetzungskonzept in drei Phasen
Damit dieser Ort entstehen kann, zählt jeder Beitrag. Ob durch Material, handwerkliches Anpacken oder finanzielle Unterstützung, gemeinsam gestalten wir ein lebendiges Projekt für unser Tal. Die Umsetzung erfolgt schrittweise in drei Phasen:
„Was verändert sich in unserer Gesellschaft, wenn Jung und Alt nicht nur nebeneinander leben, sondern wieder miteinander gestalten?“
Generationen verbinden sich nicht durch gegenseitige Besuche allein. Sie verbinden sich, wenn sie gemeinsam handeln, voneinander lernen, Verantwortung teilen und Erfolge feiern. Dieser Garten beim Alters- und Pflegeheim ist kein blosses Begrünungsprojekt, sondern ein sozialer Lern- und Begegnungsraum, in dem genau diese Verbundenheit erfahrbar wird.
Echtes Miteinander entsteht nicht durch Worte oder Theorie, sondern mitten im echten Leben. Die Schulkinder erfahren, dass Wissen und Lebenserfahrung der Älteren unersetzlich sind – nicht aus Lehrbüchern, sondern weil ein geübtes Auge den Zustand der Erde sofort erkennt. Die Senioren erleben, dass ihr Wissen gebraucht wird und ihre Hände trotz nachlassender Kräfte Wertvolles beitragen können. Begegnung auf Augenhöhe bedeutet hier: Niemand ist nur Empfänger von Hilfe, alle sind Mitgestaltende.
In einer zunehmend getrennten Alltagswelt durchbrechen gemeinsame Orte wie dieser die Isoliertheit der Altersgruppen. Wenn Kinder spüren, dass Ältere ihnen vertrauen, und Senioren erleben, dass ihre Geschichte im Handeln der Jungen weiterlebt, entsteht ein Gefühl von tiefem Aufgehobensein. Das baut Vorurteile ab, stärkt das soziale Gewebe des ganzen Tals und schafft eine Haltung der Fürsorge, die weit über die Grenzen des Gartenbeetes hinauswirkt.